Heimabgabe der Taschenmunition
Abstimmungsfrage
Soll die Taschenmunition den Armeeangehörigen wieder nach Hause gegeben werden?
In der Schweiz sind Soldatinnen und Soldaten nicht einfach nur Wehrpflichtige, sondern ganz normale Bürgerinnen und Bürger, die das Recht haben, eine Waffe zu tragen und im Ernstfall verpflichtet sind, das Land zu verteidigen. Früher bekamen Armeeangehörige sogenannte Taschenmunition mit nach Hause, damit sie bei einer Mobilmachung sofort vollständig ausgerüstet einrücken konnten. Als in Europa über Jahre weitgehend Frieden herrschte, wurde jedoch entschieden, diese Praxis zu beenden. 2007 schaffte der Bundesrat die Heimabgabe der Taschenmunition ab, weil die damalige sicherheitspolitische Lage keine besonders schnelle Mobilisierung verlangte. In seiner Stellungnahme vom Mai 2007 zur Motion 07.3277 hat der Bundesrat versprochen, dass er bereit ist, die Heimabgabe der Taschenmunition an aktive Armeeangehörige künftig von der sicherheitspolitischen Lage abhängig zu machen.
Der Krieg in der Ukraine und die insgesamt unsichere weltpolitische Lage führen uns heute vor Augen, wie zerbrechlich Frieden ist. Deshalb wird die Forderung laut, die Taschenmunition erneut abzugeben, um die Armee im Notfall rascher mobilisieren zu können.
Der Bundesrat betrachtet es als eine dauerhafte Kernaufgabe der Armee, genügend Munition laufend zu beschaffen und zentral zu lagern, damit sie im Einsatzfall verfügbar ist. Trotzdem hält er es weiterhin nicht für nötig, die Taschenmunition wieder an die Armeeangehörigen zu Hause abzugeben. Aus seiner Sicht lässt sich die Einsatzbereitschaft auch ohne Heimabgabe sicherstellen – durch gut gefüllte zentrale Depots und eine entsprechend organisierte Mobilmachung.
Diese Abstimmung basiert auf der Motion 25.3469 (parlament.ch) und wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz umformuliert.
Pro-Argumente
- Die Entwicklungen in Europa und die Aufrüstung unserer Nachbarn erfordern, dass auch die Schweiz handelt und ihre Armee wieder wehr- und schnell einsatzfähig macht.
- Die Heimabgabe ist ein Vertrauensbeweis ins Milizsystem und stärkt Motivation und Wehrwillen.
- Mit der Abgabe wird die notwendige Munitionsreserve erhöht und sowohl die Verteidigungsfähigkeit als auch der Wehrwille gestärkt.
Kontra-Argumente
- Taschenmunition ist eine Gefahr für die häusliche Sicherheit, insbesondere in Bezug auf Tötungsdelikte und Selbstmorde.
- Die Armee hat eine abgestufte Bereitschaft, sodass jederzeit ausgerüstete Truppen im Dienst stehen und im Ereignisfall direkt eingesetzt werden können.
- Der sicherheitspolitische Bericht des Bundesrates erachtet die Bedrohungslage als nicht so gravierend, als dass Taschenmunition abgegeben werden muss.
Abstimmungsfrage: Soll die Taschenmunition den Armeeangehörigen wieder nach Hause gegeben werden?
Argumente
Pro
-
Ja, die Heimabgabe von versiegelter Taschenmunition an alle dienstpflichtigen Armeeangehörigen wird wieder eingeführt.
-
Ja, aber die Heimabgabe erfolgt nur beschränkt für definierte Bereitschaftsverbände und Kader, freiwillig nach Sicherheitsprüfung und mit Sicherheitsüberprüfung.
Kontra
-
Nein, aber die zentralen Munitionsvorräte sollen erhöht werden, zusätzliche Ausgabestellen geschaffen und Bereitschaftsgrade für die Mobilisierung ausgebaut und Mobilmachungsübungen durchgeführt werden.
-
Nein, die Heimabgabe von Taschenmunition wird nicht wieder eingeführt.