Einführung von Titelzusätzen für Abschlüsse der höheren Berufsbildung
Abstimmungsfrage
Sollen für die Abschlüsse der höheren Berufsbildung die neuen Titelzusätze «Professional Bachelor» und «Professional Master» eingeführt werden?
Der Bundesrat möchte, dass die höhere Berufsbildung in der Schweiz wieder mehr Beachtung bekommt. Es geht darum, dass diese Abschlüsse in der Gesellschaft wieder mehr Wertschätzung erfahren; ausserdem sollen die Bedingungen im Tertiärbereich vergleichbarer werden.
In der Schweiz gibt es mit den Bildungsgängen an höheren Fachschulen und den eidgenössischen Berufs- und höheren Fachprüfungen spezielle Möglichkeiten, sich beruflich weiter zu qualifizieren: Leute, die bereits eine Berufslehre gemacht und gearbeitet haben, können so ihre praktischen Erfahrungen vertieft mit theoretischem Wissen verbinden. Trotzdem ist in den letzten Jahren aufgefallen, dass viel mehr Leute einen Hochschulabschluss machen als einen Abschluss in der höheren Berufsbildung. Für die Wirtschaft, vor allem für kleinere und mittlere Betriebe, fehlen dadurch oft Fachkräfte mit praktischer Ausbildung. Darum möchte der Bundesrat die höhere Berufsbildung stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Dafür sollen Titelzusätze wie «Professional Bachelor» und «Professional Master» eingeführt werden, um die Zugehörigkeit dieser Abschlüsse zur Tertiärstufe klarer hervorzuheben und ihre gesellschaftliche Anerkennung zu stärken.
Viele Kantone, Wirtschaftsverbände und Parteien begrüssen diese Titelzusätze, weil sie die Abschlüsse sichtbarer machen könnten. Der Präsident der Schweizerischen Konferenz der Höheren Fachschulen, Peter Berger, sagt dazu: «Die K-HF nimmt erfreut zur Kenntnis, dass der Bundesrat im Rahmen der Revision des Berufsbildungsgesetzes die Attraktivität der Höheren Fachschulen und der höheren Berufsbildung insgesamt stärken will. Den grossen Unterschieden im Lernumfang ist jedoch mit einer Differenzierung der Titelzusätze Rechnung zu tragen. Abschlüsse an höheren Fachschulen sollen deswegen um die Fachrichtung ergänzt werden: z.B. Professional Bachelor in Pflege.»
Gleichzeitig gibt es aber auch Kritik: Einige befürchten, dass dadurch die Unterscheidung zu Hochschultiteln verwischt wird, und andere sagen, dass die internationale Vergleichbarkeit nicht einfacher wird, weil die Schweizer Lösung sich von Modellen in anderen Ländern unterscheidet.
Diese Abstimmung basiert auf dem Geschäft des Bundesrates 25.046 (parlament.ch) und wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz umformuliert. Weitere Informationen unter sbfi.admin.ch
Pro-Argumente
- Angesichts des Fachkräftemangels muss die Berufsbildung an Attraktivität gewinnen.
- Die Titelzusätze erhöhen die Sichtbarkeit und das Ansehen der höheren Berufsbildung national und international.
- Die Titelzusätze sind als ergänzende Labels konzipiert und begründen keinerlei neue Rechte (z. B. auf Hochschulzulassung).
Kontra-Argumente
- Im Ausland kennt man die neuen Titel nicht in dieser Form.
- Das Profil der höheren Berufsbildung wird durch die Anlehnung an Hochschultitel verwässert.
- Die Bezeichnungen könnten als Marketinginstrument missverstanden werden und falsche Erwartungen an Qualifikationen wecken.
Abstimmungsfrage: Sollen für die Abschlüsse der höheren Berufsbildung die neuen Titelzusätze «Professional Bachelor» und «Professional Master» eingeführt werden?
Argumente
Pro
-
Ja, für die Abschlüsse der höheren Berufsbildung sollen die neuen Titelzusätze «Professional Bachelor» und «Professional Master» eingeführt werden.
Kontra
-
Nein, es sollen keine neuen Titel für Abschlüsse der höheren Berufsbildung eingeführt werden.