Vaterschaftsurlaub beim Tod des ungeborenen Kindes

Abstimmungsfrage

Sollen auch Väter in Fällen, in denen das Kind tot geboren wird oder bei der Geburt stirbt, Anspruch auf 10 Tage Vaterschaftsurlaub haben?

Seit dem 1. Januar 2021 haben berufstätige Väter Anspruch auf zwei Wochen finanzierten Vaterschaftsurlaub. Es gibt Fälle einer Totgeburt oder dem Tod eines Kindes bei der Geburt, was traumatische psychische Erlebnisse sind. In diesem tragischen Fall wird der Vaterschaftsurlaub jedoch nicht gewährt. Dies steht im Gegensatz zum Mutterschaftsurlaub, der ab der 23. Schwangerschaftswoche auch beim Tod des Kindes gewährt wird. Diese Ungleichheit soll behoben werden, sodass auch Männer im Falle des Todes eines ungeborenen Kindes Anspruch auf bezahlten Vaterschaftsurlaub bekommt.

Der Bundesrat ist sich der schwierigen Situation bewusst, wenn Eltern mit dem Tod eines Kindes konfrontiert sind. Aber im Gegensatz zu einer Frau muss sich ein Mann nicht von der Schwangerschaft und der (Tot-)Geburt erholen. Deshalb erachtet es der Bundesrat als gerechtfertigt, dass es unterschiedlich geregelt wird.

Im Jahr 2022 wären es gemäss den vorhandenen Statistiken 607 Fälle gewesen. Die finanziellen Folgen für die Erwerbsersatzordnung werden auf Grundlage der Statistik 2022 auf 1,3 Millionen Franken geschätzt.

Diese Abstimmung basiert auf der Motion 21.3734 (parlament.ch).

Weitere Fakten

2025 gab es in der Schweiz 363 Totgeburten bei 78’153 Lebendgeburten. Das entspricht rund 0.46% aller Geburten. Die Definition umfasst Kinder ohne Lebenszeichen ab mindestens 500 Gramm Geburtsgewicht oder 22 vollendeten Schwangerschaftswochen. Quelle: BFS, BEVNAT (2026)

Diese Informationen werden zur Verfügung gestellt von www.facts4future.ch, der unabhängigen Plattform für die Kommunikation von öffentlichen Fakten.

Pro-Argumente

  • Mütter haben bereits Anspruch auf Mutterschaftsurlaub beim Tod des ungeborenen Kindes. Gleiches soll für Väter gelten.
  • Eine Totgeburt ist ein traumatisches psychisches Erlebnis, das mit genügend Zeit verarbeitet werden muss.

Kontra-Argumente

  • Eine Frau muss sich auch von einer Tot-Geburt körperlich erholen, weshalb die unterschiedliche Regelung gerechtfertigt ist.
  • Ein Mann im Anstellungsverhältnis kann in diesem Fall seinen üblichen Urlaub einsetzen.

 

Abstimmungsfrage: Sollen auch Väter in Fällen, in denen das Kind tot geboren wird oder bei der Geburt stirbt, Anspruch auf 10 Tage Vaterschaftsurlaub haben?

Argumente

Pro

  • Ja, Väter sollen in Fällen, in denen das Kind tot geboren wird oder bei der Geburt stirbt, Anspruch auf 10 Tage Vaterschaftsurlaub haben.

Abstimmen nach Anmeldung

Kontra

  • Nein, der Vaterschaftsurlaub soll in Fällen, in denen das Kind tot geboren wird oder bei der Geburt stirbt, nicht gewährt werden.

Abstimmen nach Anmeldung

Verhältnis Pro–Kontra-Stimmen

Geschlechterverhältnis

Altersverhältnis

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