Kastrationspflicht für Hauskatzen mit unkontrolliertem Freigang

Abstimmungsfrage

Sollen Hauskatzen mit unkontrolliertem Freigang von einem Tierarzt kastriert werden müssen?

Kastrationspflicht für Hauskatzen mit unkontrolliertem Freigang

Schätzungen zufolge leben in der Schweiz rund 1.5 Millionen Katzen. Ein beträchtlicher Teil davon ist herrenlos – sogenannte Streunerkatzen –, die sich vor allem auf Fabrikarealen und in der Landwirtschaft aufhalten. Auch gibt es viele Hauskatzen mit unkontrolliertem Freigang, sog. Freigängerkatzen. Weil sich diese Tiere ungehindert untereinander fortpflanzen, wächst die Population stetig. Um den Bestand langfristig zu regulieren, sollen Hauskatzen mit unkontrolliertem Freigang kastriert werden. Auf Landwirtschaftsbetrieben gilt: Die Kastrationspflicht gilt erst nach dem ersten Wurf, da die Bäuerinnen und Bauern Katzen zur Schädlingsbekämpfung halten und den Bestand erhalten möchten.

Zwar gibt es bereits eine gesetzliche Pflicht, eine übermässige Vermehrung zu kontrollieren. In der Praxis greift das aber oft zu kurz, weil sich Katzen frei bewegen und ihre Kontakte nicht wirklich steuerbar sind. In Einzelfällen können die kantonalen Vollzugsbehörden die Kastration anordnen, wenn Halterinnen und Halter die Fortpflanzung ihrer Tiere nicht im Griff haben.

Der Bundesrat lehnt eine generelle Kastrationspflicht für Hauskatzen mit Freigang ab. Er begründet dies damit, dass der Lebensraum – zum Beispiel die Verfügbarkeit von Futter – den Bestand natürlich reguliert und dass eine Pflicht negative Folgen haben könnte: weniger Freigang für Katzen oder eine Nachfrage nach Katzenwelpen, die das Angebot übersteigt.

Diese Abstimmung basiert auf der Motion 24.4672 (parlament.ch) und wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz umformuliert.

Pro-Argumente

  • Das Wachstum der Katzenpopulation wird nicht kontrolliert und die Zahl der Katzen würde ohne Massnahmen schnell zunehmen.
  • Die Kastration reguliert den Bestand, ohne dass die Tiere getötet werden müssen.
  • Da sich niemand für Streunerkatzen verantwortlich fühlt, sind sie Hunger und Krankheiten ausgesetzt. Dieses Leid kann mit geringerem Bestand reduziert werden.

Kontra-Argumente

  • Es besteht bereits heute die Pflicht, alle zumutbaren Massnahmen zu ergreifen, um eine übermässige Vermehrung ihrer Tiere zu verhindern (z.B. Kastration).
  • Eine Kastrationspflicht für Hauskatzen mit Freigang könnte dazu führen, dass Katzenbesitzer ihren Katzen keinen Freigang mehr gewähren.
  • Die Überprüfung der Kastrationspflicht würde bei den kantonalen Vollzugsstellen zu einem übermässigen administrativen Aufwand führen.

Abstimmungsfrage: Sollen Hauskatzen mit unkontrolliertem Freigang von einem Tierarzt kastriert werden müssen?

Argumente

Pro

  • Ja, Hauskatzen mit unkontrolliertem Freigang müssen von einem Tierarzt kastriert werden.

Abstimmen nach Anmeldung

Kontra

  • Nein, keine Kastrationspflicht, aber eine stärkere Regulierung der Haltung von Hauskatzen (z.B. Registrierungspflicht).

  • Nein, keine zusätzliche Regelung.

Abstimmen nach Anmeldung

Vox Natio ist auch als App verfügbar!

✖